Tuesday, May 09, 2006

Kupermann auf dem Linuxtag

Das Mark Shuttleworth das Universum besser kennt, als sein Mitstreiter aus Redmond, dürften fast alle Linuxer inzwischen mitbekommen haben. Nun wurde er am Samstag den 06. Mai 2006 auf dem Linuxtag in Wiesbaden mit viel Applaus begrüßt. Seinen Vortrag hielt er im großen Konferenzsaal der Rhein-Main-Halle vor ca. 450 Zuhörern. Er hatte ein IBM Notebook mit Ubuntu in der aktuellen Dapper Drake Version, welches an 2 Beamer rechts und links vom Rednerpult angeschlossen war. Zum Einstieg erklärte er erst mal seine Beweggründe, und überraschte vielleicht den ein oder anderen Zuhörer mit seiner Aussage, dass jeder ein System nutzen soll, mit welchem er am besten klar kommt. Es bringt überhaupt nichts, jemanden mit allen Mitteln zu Linux zu drängen. Er möchte ein einfaches Betriebssystem, dass dem Benutzer alle Freiheiten lässt, welches Richard Stallman genauso begeistert wie die Deutsche Bank. Sich selber bezeichnete er dabei als Chef-Träumer. Etwa nach 15 Minuten legte er sein Jacket auf das Rednerpult mit den Worten und begründete es damit, dass es doch sehr warm in dem Gebäude ist. Doch dann öffnete er sein Hemd in Supermann-Manier und zum Vorschein kam ein großes "K" vom KDE Logo auf dem T-Shirt. Diese Showeinlage sollte deutlich machen, dass er Kubuntu als gleichwertig zu Ubuntu betrachtet. Manche mögen ja zweifeln, warum ein Milliardär aus Südafrika so edle Ziele verfolgt?! Sein Kollege aus Redmond gibt im Jahr ebensoviel Geld für gemeinnützige Zwecke aus. Nur wer mal die Lebensläufe der Beiden vergleicht, dem wird Mark doch deutlich sympathischer sein. Interview mit Mark Shuttleworth bei pro-linux.de

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